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Altleiningen (ca. 1900 Einwohner) an der Deutschen Weinstrasse
Erstmals erwähnt 780 als “Linunga” in den Urkunden des Klosters Lorsch. Heute ist Altleiningen eine anerkannte
Fremdenverkehrsgemeinde, die in einer Weitung des Eckbachtals liegt. Auf dem Taubersberg steht das Stammschloss der Leininger Grafen, im ersten Abschnitt, um 1100 erbaut, in der Flogezeit erweitert und im Bauernkrieg von 1525
zerstört. Große Teile der Pfalz wurden von hier aus beherrscht. Zur Gemeinde gehören Höningen, der Ortsteil Leiningertal, Neuhof, Junghof, der Weiler Tränkhof, der Drahtzug, Weiherhof und Spechtal. In Höningen ist vom
Kloster der Augustiner Chorherrn (gegründet 1120) heute noch der Westgiebel der Kirche sowie das Konventsgebäude mit dem Torhaus vorhanden. Besonders sehenswert ist die kleine Kirche St.Jakob aus dem 12. Jahrhundert mit ihren
einmaligen Wandmalerein und Taufbecken.
Früher lebten die Einwohner u.a. vom Sandsteinabbau. In der Nähe von Altleiningen wurden von dem Baugeschäft Holzmann u. Cie in
Frankfurt/Main Steinbrüche angelegt, die den wertvollen grauen Sandstein lieferten. Zur leichteren Abfuhr baute diese Firma eine eigene Straße zu diesen Brüchen. Die Altleininger Steine fanden in ganz Deutschland
bei dem Bau von privaten Häusern, Banken und Verwaltungsgebäuden ihre Verwendung. Eine andere Art des Broterwerbes bot, wie auch in der Nachbargemeinde Carlsberg, der “ambulante Handel". Ganze Händlerscharen
starteten von hier aus ihre Wanderschaft, um Kurzwaren und Textilien zu verkaufen. Unter ihnen entwickelte sich sogar eine eigene Händlersprache, das sogenannte “Lothegorisch". Diese Sprache gab den
Händlern die Möglichkeit sich untereinander zu unterhalten, ohne von Dritten verstanden zu werden.
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