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Römische Kelteranlage die im 3 und 4 Jahrhundert n. Chr. bereits genutzt wurde. Die Trauben wurden im Kelterbecken
mit nackten Füßen zerstampft. Hierzu wurde die geernteten Trauben in die zwei rechteckigen, höherliegenden Becken eingefüllt. Der durch das Treten ausgepresste Saft floss durch Röhren
in ein dazwischen liegendes Becken. Als Nächstes wurde der Moste ausgeschöpft und in Holzfässer zur Gärung und Lagerung abgefüllt. Um auch wirklich den letzten Tropfen aus der Maische herauszupressen,
befand sich vermutlich eine Baumkelter auf dem Hof der Anlage. In dieser recht großen Anlage konnten dreißig bis vierzig Hektar Trauben in kürzester Zeit verarbeitet werden. Anhand der in der
Brandschicht gefundenen Münzen kann man davon ausgehen, dass es um 400 n. Chr. mit dem Einfall der Alemannen zur Zerstörung des Kelterhauses kam. 1981 wurde das
Kelterhaus mit dem Hauptgebäude eines römischen Landgutes und weiteren Gebäuden gefunden. Ein paar Getreidesamen verdankt der Bau seine Entdeckung. Um mehr über
die Samen zu erfahren, vielleicht Hinweise zur Datierung zu bekommen, suchte man an dieser Stelle intensiver und stieß auf die Tretbecken. Weitere Funde wie Winzermesser
und Rebsamen wurden gemacht, über den Besitzer des Weingutes ist jedoch nichts bekannt. Die Schneide des römischen Winzermessers hat die gleiche Form wie die eines
pfälzischen Winzermessers. Direkt neben der Anlage liegt auf einer Anhöhe das 150m lange, sehenswerte Haupthaus.
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