Battenberg (ca. 520 Einwohner) Deutsche Weinstrasse

Battenberg liegt auf dem gleichnamigen Bergrücken. Ein fast einzigartiger Ausblick, die besondere Lage und die guten klimatischen Bedingungen der Vorderpfalz bildeten schon über viele tausend Jahre die Grundlage für eine menschliche Besiedlung. Um 1240 errichteten die Leininger Grafen die Burg Battenberg auf vorhandenen Grundmauern. Reste der Burg sind noch erhalten und zu besichtigen.
Battenberg wurde im "Lorscher Codex" um 788 n.Ch. erstmals unter dem Namen "Bettenberge" erwähnt.   Das Dorf wurde 1689 von den Franzosen in den Erbfolgekriegen zerstört. Im 18.Jh. war es zeitweilige Residenz der Grafen von Leiningen-Hardenburg. Aus der Bindung der Abtei Murbach zu den Leiningern entwickelte sich auch das Battenberger Wappen, das den Leininger Adler und den springenden Hund von Murbach zeigt. 
Die Kirche in Battenberg hat eine lange Geschichte. Ein frühgotischer Bau aus dem Anfang des 13. Jh. mit Kreuzrippengewölbe im quadratischen Chor. Romanisches Portal an der Südseite. Die Orgel wurde um 1730 von V.Senn aus Seebach erbaut. Umbau 1886 durch J.Jelacic aus Speyer. 1987 wurde das verloren gegangene Schnitzwerk neu gearbeitet, so daß die Orgel ihr ursprüngliches Aussehen zurückgewonnen hat.
Über viele Jahrhunderte waren Holzgewinnung sowie Landwirtschaft die Haupterwerbsquellen jedoch auch die Farberdgewinnung war von Bedeutung, denn der Battenberger Ocker war wegen seiner Reinheit und intensiven Farben hoch geschätzt.An der kurvenreichen Zufahrtstraße treten unterhalb der Burgruine Battenberg aus dem ockerfarbenen Sandstein sog. "Blitzröhren" zutage, die jedoch nicht durch Blitzschlag, sondern durch lokale Einwirkung stark eisenhaltiger Mineralien entstanden sind.