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Felsen, Felsen und nochmals Felsen Wandervorschlag von Heinz R. Wittner
Streckenlänge etwa 13 km Steigungen insgesamt etwa 280 m, leichte bis mittlere Steigungen vom Parkplatz zum
Hochstein und zu den Dahner Schlössern, überwiegend leichte Steigung von Wieslautertal auf die Höhe des Sängerfelsens. Ausgangs- und Endpunkt: Parkplatz am Haus des Gastes an der Weißenburger Straße.
Wanderkarte: Topographische Karte 1:25 000 mit Wanderungen „Dahn und Umgebung“ Markierung: „DRW“ mit grüner Tanne, kurzzeitig grün-blauer Strich. Wanderzeit gut 3 Stunden
Einkehrmöglichkeiten in Dahn
Wer einmal hautnah erleben will, dass das Dahner Felsenland seinen Namen zurecht trägt, ist hier gerade richtig.
Namenlose Felskolosse säumen diesen Weg. Nur wenige davon sind in der topographischen Karte mit Namen versehen. Auch wenn man Einheimische fragt, erfährt man in den seltensten Fällen, wie die meisten Felsen
heißen, insofern sie überhaupt einmal „getauft“ wurden. Wir beginnen unsere Wanderung auf dem Parkplatz beim Kreisel an der Weißenburger Straße in Dahn und gehen direkt neben der Schuhfabrik
(Wegweiser „Ehrenfriedhof“) den Kreuzweg hinauf zum Soldatenfriedhof. Unmittelbar an der Michelskapelle links weiter zum Ausgang. Hier steigen wir halb rechts hinauf. Wer es bequemer haben will, kann
geradeaus auf dem fast ebenen Weg („1“) bleiben, versäumt jedoch die beeindruckende Felskulisse des Hochsteins. Nach dem überqueren des Parkplatzes steigen wir hinauf zu den Dahner Schlössern (Tannstein,
Grafendahn und Alt-Dahn). Am Ende des geschotterten Weges beim Halsgraben (zur Besichtigung der Ruinen nach rechts) geht es wieder links hinunter. Später kreuzen wir die Straße nach Erfweiler und wandern auf dem
Rad- und Fußweg nach links parallel weiter. Unterhalb des Wasserreservoirs geht es scharf links weiter und einige Zeit lang am Rande des Neubaugebietes (Höhenweg) entlang. Bei der Dahner Wasserversorgung halb
rechts weiter. Wegen Lücken in der DRW-Markierung sollte man sich an die rot-weiße Markierung halten. Direkt oberhalb des Friedhofes (achtgeben!) geht es scharf rechts hinauf und dann nach links unterhalb der
Felsen weiter. Der weitere Weg bis zum Kreuz auf dem Jungfernsprung erfordert ein wenig Spürsinn, doch der Blick vom Kreuz ist sehr beeindruckend und sollte ausgiebig genossen werden. Wir wandern ein wenig
zurück und folgen dem abwärts verlaufenden Pfad in den Dahner Ortsteil Gerstel. Unten gehen wir etwa 100 Meter an der Pirmasenser Straße nach links, biegen rechts in die Außermühlstraße, kreuzen die Schienen,
gehen etwa 80 Meter nach rechts und auf dem Steg über die Wieslauter, folgen der Schillerstraße nach rechts und steigen nach dem früheren Müttergenesungsheim (Fachwerkbau) links den Zickzackpfad hinauf. Oben
angekommen, lohnt sich ein kurzer Abstecher auf den Sängerfelsen. Unser breiter Forstweg ändert längere Zeit seine Richtung nur wenig. Am Sendemast und an der Weihersebene (rechts Stein mit Namen) vorbei bis zu
einer versetzten Kreuzung. Hier verlassen wir für kurze Zeit die Markierung „DRW“ und folgen links dem abwärts verlaufenden Weg mit dem Zeichen grün-blau. Unten erhebt sich rechts der Wachtfelsen, besser
bekannt als „Braut & Bräutigam“. Wir wandern durch den Felsdurchbruch (im Volksmund: Bierkeller) hinunter zurück in das Städtchen. Auf der Hasenbergstraße über die Geleise, an der Weißenburger
Straße etwa 100 Meter nach rechts zum Kreisel und zum Parkplatz.
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Spröde Schönheit Drachenfels Wandervorschlag von Karl Heinz Himmler
Streckenlänge 5 km (zzgl. Burgbesteigung und ggf. Umrundung) Steigung: ca. 140 m Karten Empfehlung: Topographische Karte 1:25000 Dahn
Einkehrmöglichkeiten: Weißensteiner Hof (montags und freitags Ruhetag) PWV-Drachenfelshütte (mittwochs ab 11, samstags ab 12 und sonntags und feiertags ab 9 Uhr geöffnet)
Hatte Kaiser Maximilian vor 500 Jahren eine Einliegerwohnung in der Pfalz? Es scheint so, denn es findet sich aus dem
Jahr 1505 ein Hinweis, dass er dem Entwurf einer baulichen Veränderung der Burg Drachenfels bei Busenberg zugestimmt hat. Sie war damals eine Ganerbenburg, einem Wohnsitz der bis zu 25 Besitzer gleichzeitig hatte.
Darunter war auch Ritter Franz von Sickingen, der eine Schlüsselposition in der oberrheinischen Reichsritterschaft hatte, die als Interessenvertretung im ständigen Clinch mit den um ihre Macht bemühten
Reichsfürsten standen. Hier, möglicherweise zwischen den beiden mächtigen Burgfelsen, wo ein langer Drache in die Felswand geritzt ist, haben sich die Ritter oft getroffen. Das waurde 1523 dem Sickinger zum
Verhängnis. Er war auf seiner Burg Nanstein durch die Kanonen des Erzbischofs von Trier, des pfälzischen Kurfürsten und des Landgrafen von Hessen tödlich verwundet worden. Anschließend wurde auch der
Drachenfels, obwohl Ritter Franz die Burg nur zum Teil gehörte, gründlich zerstört. Dieser Drachenfels (es gibt in Deutschland mindestens noch zwei weitere) liegt an dem folgenden Rundwanderweg. Zum
Ausgangspunkt (Parkplatz Drachenfels) kommt man mit dem Auto so: Auf der freien Anhöhe östlich von Busenberg auf die bei einem Steinkreuz von der Bundesstrasse 427 nach Süden abzweigende kleine Straße abbiegen
und die Richtung beibehalten, am (Gasthaus) Weißensteiner Hof vorbei, nach 1 km zur Passhöhe im Wald links der kleinen Strasse. Eine große Karte dort vermittelt Orientierung und Informationen. Für uns gilt
zunächst Markierung RWW 3 über den Heidenberg. Der nächste Anstieg führt von der anderen Strassenseite aus an den kaum noch sichtbaren Resten eines nach dem Krieg gesprengten großen Westwallstollens entlang,
der als Versorgungslager und Lazarett gedient, in dem die Busenberger Bevölkerung aber auch Schutz vor Fliegerangriffen gesucht hatte. Beim ersten Querweg verweist uns die 3 (und ein Schild
„Schlüsselfels“) nach links an einem ersten mächtigen Felspfeiler, dem „Heidentürmchen“ vorbei. 50 Meter danach steigt ein Zickzackpfad im dichten Kiefern-Stangenwald auf. Er trifft über der
Gipfelhöhe des Felspfeilers auf einen Querweg. Die 3 lockt hier nach beiden Seiten. Für uns gilt links. Nach einem Erholungsstück steigen wir bei der folgenden Gabelung vollends zur Gipfelhöhe auf. Links, leicht
abseits vom Markierungsverlauf und 6 Schritte den Felsenrücken hinüber breitet sich im Halbkreis die Wasgaulandschaft aus. Wir stehen auf dem „Heidenpfeiler“; die Kletterer nennen ihn
„Schlüsselfelsen“. Unter Augenhöhe sieht man die Burg Berwartstein, dann die östlichen Randgipfel des südöstlichen Pfälzerwaldes um den Bobenthaler Knopf und die hohe Derst, nach Süden die Wegelnburg
und ganz nah rechts den Kegel des Jüngstbergs. Die 3 führt in der Gegenrichtung an Felsen vorbei, es ist ein Grat- und Grenzweg. Die tiefe Geländefurche rechts ist aus den Verstürzungen eines ebenfalls nach
Kriegsende gesprengten Bunkers entstanden. Er war durch den Gipfel getrieben worden, um daraus nach Frankreich schießen zu können. Wie vor Ort erzählt wird, ist aber nur ein einziger Probeschuss abgegeben worden.
Als nächstes öffnen sich wieder Ausblicke am Pfad. Nach Norden zur Burg Drachenfels und nach Busenberg, nach Süden zum Jüngstberg, voraus wird´s wieder felsig. Dort steht am Beginn des schmalen Bergsporns links
eine weitere Aussichtsbank. Davor beginnt rechts der Abstieg. Die Felsen halten die Höhe, werden zum Riff. Auf dessen halber Länge knickt eine mit der 3 markierten Abzweigung nach rechts zu Tal. Wir behalten
die Richtung bei, jetzt ohne Markierungshilfe. Am letzten Abschnitt der Felswand fällt in acht Metern Höhe eine Öffnung auf. Sie ist 1,80 x 0,775 m groß, gehört zu einem System von 4 Felskammern mit weiteren
Lichtöffnungen. Es sind die Heidenlöcher, auch Buchkammer genannt. In der ersten Kammer ist die Jahreszahl 1678 eingehauen, das wahre Alter wird aber vor das Jahr 1523 datiert. In der ersten und größten Kammer
deutet Ruß auf zeitweilige Befeuerung hin. Ein nur schwer zugänglicher Unterschlupf schon für die Bewohner der benachbarten Burg Drachenfels, oder aber noch später für die Dorfbewohner in Notzeiten? Eine
Fliehburg ? Man weiß es nicht. Vielleicht ist die Geheimnis umwitterte Örtlichkeit ja deshalb mit dem Begriff „Heiden“ verbunden. Unmittelbar vor dem turmhohen Ende des Riffs senkt sich der (nicht
markierte) Pfad zickzack zum nächst unteren Fahrweg ab. Dort finden wir die Markierung 2. damit geht es nach rechts. Vor einer Rechtskurve, unmittelbar bei einer Birke, fällt links ein unmarkierter Pfad zur
Drachenfelshütte ab. Links gegenüber erhebt sich als spröde Schönheit die Burg. Eine kleine Straße führt nach rechts binnen 10 Minuten zum Weißensteiner Hof, gleich danach geht es fünf weitere Minuten auf
Asphalt rechts hinauf zum Ausgangspunkt zurück.
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