Ebertsheim – Rodenbach  (ca. 1500 Einwohner)

Knapp vier Kilometer westlich von Grünstadt liegt im Eistal Ebertsheim mit Rodenbach. Die Gemeinde Ebertsheim hat sich aus einem Haufendorf heraus entwickelt, das an der alten Römerstraße von Metz nach Worms in Bezug zur römischen Siedlung in Eisenberg entstand. Die fränkische Siedlung "Eberolfsheim" , wurde 765 erstmals im Lorscher Kodex erwähnt. Die ersten Ansiedlungen sind aber wesentlich älter wie die Funde aus der Zeit um 500 v. Chr. und der römischen Epoche um 100 n. Chr. zeigen.
Rodenbach, wahrscheinlich von Bach des Rodo, wurde 770 im Lorscher Codex aufgeführt. Erheblicher königlicher Besitz wurde 976 von Kaiser Otto II seinem getreuen Giso oder Biso geschenkt. Das Dorf zählte auch zu den Stiftungsgütern des Wormser Domes, war dann leiningisch und ging nach Graf Hessos Tod 1467 zur Kurpfalz über, während Ebertsheim weiter leiningisch blieb.
Vor dem 2. Weltkrieg war Ebertsheim auch durch sein umfangreiches Steinmetzhandwerk bekannt. Zeichen davon finden sich heute noch im Gemeindewappen. Neben landwirtschaftlichen Betrieben gibt es noch einige selbständige Handwerksmeister. Mit einer Papierfabrik hatte sich im 19. Jahrhundert auch etwas Industrie niedergelassen. In diesen Räumen befindet sich heute ein ökologisch-technologisches Forschungszentrum mit einem sozialwissenschaftlichen Aspekt.Die Gemeinden Ebertsheim und Rodenbach wurden 1969 im Rahmen der Gebietsreform in Rheinland-Pfalz zur Gemeinde Ebertsheim zusammengelegt.
Die protestantische Kirche, ehemals "St. Stephan", im 12. Jahrhundert begonnen, gehört zu den ältesten in der Pfalz; bis 1914 war sie simultan. Drei Geschoße des Turmes und das Langhaus sind noch romanisch, das vierte Turmgeschoß wurde später aufgesetzt. Die katholische Kirche wurde 1922 gebaut.