Alt Edenkoben

Entdecken Sie historischen Plätze und Gebäude in Edenkoben:

( A) Renaissancehaus, Bahnhofstr. 23
Es muss ein wohlhabender Bürger gewesen sein, der im Jahre 1588 dieses Haus mit der eleganten Renaissancefassade bauen konnte. Leider ist sein Name nicht überliefert. Erst vom Jahr 1813 kennen wir mit Sicherheit als Bewohner den „Wingerter“ (=Winzer) Georg Christoph Roll. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts diente das Haus als Kolonialwarengeschäft und später als Friseursalon. Der Volutengiebel, die ionisierenden Pilaster mit Löwenkopfsockel und die profilierten Fenstergewände aus Sandstein sind bemerkenswerte Stilelemente der Renaissance, der schlanke lange Bau hingegen ist in Fachwerkbauweise errichtet. Bemerkenswert ist auch der gewaltige steinerne Querträger über der Hofeinfahrt.

(B) Eußerthaler Klosterhof, Bahnhofstraße 9
Das Haus ist ein typisches Beispiel für das rheinfränkische Bauern- und Winzerhaus in „geschlossener Bauweise (17. bis 19. Jahrhundert) wie es am Haardtrand noch häufig anzutreffen ist. Von hier verwaltete das Kloster Eußerthal seine Güter in Edenkoben. Die Rückgebäude (früher Stallungen, Vorratsräume, Remise und Weinkeller) wurden im 19. Jahrhundert verändert. An der Hauswand befindet sich das Wappen des Abtes Martin Ziddel – ein Pelikan mit Jungen und Krummstab – von 1550. Die Äbte von Eußerthal führten im 13. Jahrhundert die Aufsicht beim Bau des am westlichen Ortsrand von Edenkoben gelegenen Zisterzienserinnenklosters „Heilsbruck“. Eine große Seltenheit ist die hölzerne Eingangspforte im Hof, die ebenfalls die Jahreszahl 1550 trägt.

(C) Jugendstil und Historismus, Bahnhofstraße 1
Im ausgehenden 19 Jahrhundert, der so genannten Gründerzeit, setzte auch in Edenkoben eine rege Bautätigkeit ein. Vorherrschend wurde im Stil des Historismus (meist mit gebranntem gelben oder roten Ziegelstein) oder im neu aufkommenden “Jugendstil“ gebaut. In der letzt genannten Stilrichtung wurde 1904 das Haus Bahnhofstraße / Ecke Edesheimerstraße als Ladengeschäft errichtet. Baumeister J. Hemmer hat das in „weißem“ Sandstein ausgeführte Gebäude mit den typischen Elementen des Judendstils verziert: Sonne, Halbmond, Muschel, Blumenranken und Satyrkopf. Weitere sehenswerte Jugendstilgebäude sind die Häuser Bahnhofstraße Nr. 148, Luitpoldstr Nr 38 und Weinstraße Nr 36, die der Edenkobener Architekt Otto Cappel entwarf.

(D) Weinpioniere und –Wissenschaftler, Edesheimerstraße 42
das traditionsreiche Weingut Froelich entstand 1848. Gustav Adolf Froelich (1847-1912) war Pionier der Mehltaubekämpfung (durch Schwefelapplikation) und der Rebenselektion. Sein Wirken wurde durch die Verleihung des Titels „Königlich Bayerischer Ökonomierat“ gewürdigt. Froelichs Sohn, Ökonomierat Friedrich August Froelich (1881-1955), setzte die Arbeit des Vaters fort. Sein „Froelich-Silvaner“ erhielt als erste deutsche Rebsorte die Anerkennung DLG und wurde 1925 in das DLG-Hochzuchtregister eingetragen. Sein Schwiegersohn, Prof. Dr. Bernhard Husfeld (1900-1970) zunächst Wissenschaftler am Kaiser-Wilhelm-Institut, Müncheberg/Mark – baute 1948 das Forschungsinstitut für Rebzüchtung, Geilweilerhof /Pfalz, auf, das bald internationales Ansehen genoss. Husfelds vorausblickende Forschung galt dem Weinbau ohne Pflanzenschutzmittel“ durch Züchtung pilzresistenter Rebsorten. Die am meisten verbreitete Sorte, die aus Husfelds Forschung hervorging, ist u.a. die „Regent-Rebe“.

(E) Haus des Scherel Herz, Rhodterstraße 5
Ein interessantes Zeugnis für das einst blühende jüdische Leben in Edenkoben ist die Inschrift des Torbogen-Schlusssteins. Sie verweist auf den Erbauer Scherel Hertz. Die hebräische Inschrift bedeutet: „ Hertz, Sohn des Mosche, Jahr 400-100-9-6 (=514 jüdischer Zeitrechnung, 1754/55 christlicher Zeitrechnung). Die 1827 errichtete „neue“ Synagoge wurde beim Pogrom im November 1938 verwüstet und anschließend abgerissen. Das „Israelitische Schulhaus“ (Bahnhofstraße 47 und Mauerreste des Frauen-Ritualbades“ am nahen Mühlbach) blieben erhalten; ebenso der Jüdische Friedhof (innerhalb des Städt. Friedhofs von 1861), mit Grabsteinen u.a. der Familie Bloch, Einstein, Frank, Loeb, Weidenreich und Wolff. Auch das Haus Rhodterstraße Nr. 24 hatte jüdische Erbauer: Den Handelsmann Nestor Dreyfus und seine Ehefrau Sara.

(F) Präparandenschule, Weinstrasse 40
Dieses Gebäude wurde 1877 bis 1880 als „Königlich Bayerische Präparandenschule errichtet. Die Präparandenschule, das Vorbereitungsseminar der protestantischen Volksschullehrerseminaristen der Pfalz, bestand schon seit 1866 in Edenkoben in einem anderen Gebäude. Ein bedeutender Lehrer war von 1877 bis 1919 der „Königliche Präparandenoberlehrer“ August Lehnert, der sich bei der Bekämpfung des Heu- und Sauerwurms um den Weinbau verdient machte und das „Edenkobener Winzerbuch“ verfasste. Ab 1926 war im Präparandenschulgebäude, bis zu dessen Auflösung im Jahre 1966, das 1837 als „Lateinschule“ gegründete „Progymnasium“ untergebracht. Nach einer kurzen Nutzung als Realschule, befindet sich hier seit 1968 die Ludwigsschule“, eine Förderschule für die Verbandsgemeinden Edenkoben und Maikammer.

(G) Ämter und Villen, Weinstraße 57
Entlang des südlichen Teils der Weinstraße (früher „Villastraße“) entstanden um die Wende zum 20. Jahrhundert großzügige Bürgerhäuser und repräsentative Amtsgebäude. Z.B. das Forstamt (Nr. 29) erbaut 1905 durch Kommerzienrat Erlenwein, die Präparandenschule (Nr. 40), die Volksbank (Nr. 59), erbaut 1894 oder das 1998 neu erbaute Postamt. 1899 wurde hier der Telephondienst mit „Umschaltbureau“ eingerichtet; im Sommer 1900 waren bereits 90 Teilnehmer angeschlossen. Bis zum Jahr 1948 sorgten acht „Fräulein von Dienst“ für die gute Verbindung und 1952 wurde das „Amt Edenkoben“ (mit den umliegenden Orten) auf den Selbstwählverkehr umgestellt. Die häufige Anwesenheit König Ludwigs I erforderte „modernste Kommunikationstechnik“, und führte bereits 1862 zur Einrichtung einer Telegraphenstation (heute im Museum aufgestellt).

(H) Schafplatz, Weinstraße 66
Der Platz, an dessen Südseite früher der „alte Bach“ offen floss, erhielt seinen Namen vom hier gelegenen „Hotel zum Schaf“ das 1749 erstmals erwähnt wurde. Im Saal des Hotels fanden während der Aufenthalte von König Ludwig I. und der späteren bayerischen Regenten in Edenkoben Bälle und Empfänge statt. Im „Schaf“ wurden Feste abgehalten, Theater gespielt und der parkartige „Schafgarten“ war ein Anziehungspunkt. Schon 1897 wurden im Schafsaal mit einem Kinematographen Filme vorgeführt. Von 1923 bis 1972 befand sich dort das Edenkobener Kino. Der Schafplatz war früher Standort des „Eichhauses“ und wurde deshalb auch „Eichplatz“ genannt. An seiner Ostflanke, der Tanzgasse, wurde bis 1865 der Markt abgehalten. An das Hotel Schaf und den Markt erinnern heute die Brunnenfiguren an der Ecke zur Tanzstraße. Die im Westen anschließende frühere „Villastraße“ wurde 1852 als Zufahrt zum „Schloß Ludwigshöhe“ angelegt. Ab 1869 entstanden dort viele neue Gebäude.

(I) Kunstvolles Fachwerk, Metzgergasse 6
In der historischen Metzgergasse sind eine Reihe von Gebäuden aus dem 16. bis 18 Jahrhundert erhalten, wie die Jahreszahlen, Initialen und Berufszeichen auf den Scheitelsteinen bezeugen. Das Wohnhaus Nr. 6 wurde 1696 an Stelle eines früheren Gebäudes errichtet, von dem noch die 1555 erbaute Scheune steht. In der rechten Hofecke befindet sich ein Grenzstein mit den Initialen des Erbauers Johann Philipp Walter. Das reich beschnitzte Fachwerk ist mit einer Inschrift, mit Fratzen und einem Kreis mit sechs Radien (wahrscheinlich Hexenabwehrzeichen) geschmückt.

(J) Königliche Hofapotheke, Weinstraße 71
1740 wird erstmals in Edenkoben ein Apotheker erwähnt. 1818 war in diesem Haus, der so genannten „Oberen Apotheke“, der Apotheker Fröhs ansässig. Das Vorderhaus wurde 1845/46 als „Königlich Bayerische Hofapotheke“ neu erbaut. Vom Vorgängerbau des frühen 16 . Jahrhunderts zeugt noch der Torbogen mit Rautenrosetten und Kartusche im Scheitelstein.
Von 1877 bis 1885 wurde die Apotheke von dem gelehrten Pharmazeuten Karl Theodor Kausler betrieben. Kausler unterrichtete an der Edenkobener „Lateinschule“ (heute Museum) das Fach Botanik, förderte das Kulturleben der Stadt und war von 1877 bis 1884 erster Bürgermeister von Edenkoben. Sehr sehenswert ist die Inneneinrichtung aus der Mitte des 19. Jahrhunderts.

(K) Rathaus, Weinstraße 86
Bereits 1688 stand an dieser Stelle ein Rathaus. Als Edenkoben 1818 Stadt wurde, bürgerte sich dafür der Begriff „Stadthaus“ ein. 1819 wurde der heutige Bau (zunächst zweigeschossig) erstellt und 1874 um ein zweites Obergeschoß aufgestockt; dort befand sich das „Landgericht“, seit 1879 „Amtsgericht“ (siehe Inschrift „Königliches Amtsgericht“, im Treppenhaus zum 2. OG) Der Balkon ist eine spätere Hinzufügung. Darunter befand sich bis nach dem Zweiten Weltkrieg ein Einfahrtstor zum so genannten „Kaufhaus und dem „Fruchtschuppen“.
Beschreibung des Stadtwappens: nach links aufsteigender Löwe der Kurpfalz, weiß-blaue Wittelsbacher Wecken, E in O als Hinweis auf die alte Schreibweise „OEdighofen“.

(L) Protestantische Kirche, Ludwigsplatz
An Stelle der 1439-58 erbauten „Sankt Laurentiuskirche“ wurde 1739/40 die „reformierte“ Kirche neu erbaut (seit 1819 „protestantisch“). Von der spätmittelalterlichen Kirche steht noch der untere Teil des Turms mit Normalmaß „Edenkobener Holzklafter“, von 1724. 1844 wurde der Turm mit einer umlaufenden Galerie versehen und um eine weitere Glockenstube und den achteckigen Aufbau erhöht. 1868 erfolgte der Einbau der Turmuhr.
Das barocke Kirchenschiff bietet Platz für 1000 Menschen. Besonderheiten sind die 41 Gemälde mit biblischen Szenen an den Emporenbrüstungen, das Grabmal der Reichfreiyn Anna Regina Keßlerin von Sarmsheim von 1715, die „Niederhöfer-Kanzel“ von 1741, und die „Hartung-Orgel“ von 1754.

(M) Marktplatz / Brunnen / Ludwigsdenkmal
1560 verlieh Kurfürst Friedrich III. von der Pfalz Edenkoben das Marktrecht. 1555 wurde von den Bürgern der „105 Ohm“ fassende Marktbrunnen errichtet (ein Ohm= 108 Liter, also 11340 Liter). Schon seit 1551 bestand vom westlichen Ortsrand her eine hölzerne Wasserleitung. 1830 wurde der Marktbrunnen umgestaltet und mit einem gotisierenden Phiolenaufsatz versehen. Der Marktplatz ( bis ins 18. Jahrhundert teilweise als Friedhof genutzt) wurde 1890 nach Fertigstellung des Denkmals für König Ludwig I. von Bayern, dem großen Gönner der Stadt, in Ludwigsplatz“ umbenannt. Das Denkmal ist ein Werk des Bildhauers Professor Philipp Perron. 1871 wurde die „Friedenslinde“ gepflanzt.

(N) Redender Scheitelstein, Klosterstraße 25
Das Haus-eine typische rheinfränkische Winzerhofanlage- wurde 1574 von dem wohlhabenden Edenkobener Bürger Drutz Hauenstein erbaut. Der „redende“ Scheitelstein des Torbogens besagt, dass im Jahr der Erbauung das Malter (etwa 150 Raumliter) Korn fünf Gulden, das Fuder (1080 Liter) Wein aber 84 Gulden kostete. Die Jahre 1573 und 74 erbrachten „geringe“ Ernten, der Wein war also teuer. Der Weinpreis schwankte im 16 Jahrhundert zwischen 10 und 200 Gulden pro Fuder ! Nach heutiger Kaufkraft errechnet sich ein Gulden auf etwa 3,50 Euro. Das Fuder wäre 1574 also 294, das Malter Korn 17,50 Euro wert gewesen. Sehr sehenswert ist der Treppenturm an der Hofseite mit einem schönen Renaissanceportal; die Wendeltreppe, die so genannte „Schnecke“, ruht auf einer selbsttragenden geschwungenen Sandsteinspindel.

(O) Goldenes Eck
Der populäre Name der platzartigen Kreuzung geht vermutlich auf Hausverkäufe im Inflationsjahr 1923 zurück, die Verkäufer bestanden bei der Fälligkeit, 1924 auf Zahlung mit der in „Gold“ einlösbaren neuen Reichsmark. Haus Klosterstraße Nr. 2 war früher Kath. Pfarrhaus und später Notariat. In der Weinstraße / Ecke Luitpoldstraße stand bis 1835 die Lutherische Kirche, bis 1966 das Prot. Pfarramt II und bis 1967 das Prot. Schulhaus. Im südöstlichen Bereich der Kreuzung standen einst Geschäftshäuser, eine Brennerei und ein Café. 1964 wurde dort der „Kurpfalzsaal“, die „gute Stube der Stadt Edenkoben“ errichtet (Umbau 1997). Der „Lederstrumpf-Brunnen“ entstand 1990. Im Haus Weinstraße Nr. 95 wurde 1873 Franz Weidenreich geboren (+New York 1949). Der Professor der Medizin und Anthropologe von Weltruf war der Erforscher des „sinanthropus pekinensis“, des Pekingmenschen.

(P) Barockhaus der Kurpfälzischen Epoche, Weinstraße 107
Im Jahr 1716 erbaute der Edenkobener Schultheiß und kurpfälzische Klosterschaffner, der „hochedele Herr Johann Conrad Winkelblech (1676-1757) so 50 Jahr seinem Amt rühmlich vorgestanden“ dieses Barockpalais. 1793 wurde seine Tochter, Frau Regierungsräthin Eleonora Wundt“ als Besitzerin verzeichnet. 1840 kam das Gebäude (mit der damaligen Adresse Markbachstraße 12) in städtischen Besitz und war seit 1841 Standort der „Lateinschule“ (ab 1894 Progymnasium). Bis in die 1960er Jahre waren hier abwechselnd auch die Töchterschule, Berufsschule und Volksschule untergebracht. 1985 wurde das unter Denkmalschutz stehende Haus von Grund auf saniert und darin das „Museum für Weinbau und Stadtgeschichte“ eingerichtet. Besonders sehenswert sind die Malereien aus der Entstehungszeit, auf den hölzernen Wandvertäfelungen.

(Q) Nepomukkirche, Luitpoldstraße 11
Zwischen 1740 und 1744 erbaute die Katholische Gemeinde von Edenkoben dieses Gotteshauses, das dem heiligen Nepomuk geweiht war. Eine Statue des Heiligen befindet sich an der Südfassade. Im 1746 erbauten Chor, der noch heute als Kapelle dient, befindet sich ein Hochaltar mit den Statuen des Heiligen Nepomuk und es Heiligen Laurentius. 1842 erhielt die Nepomukkirche einen Turm, der aber schon 1890, nach Fertigstellung der „Ludwigskirche“ wieder abgebrochen wurde. Seit 1887 diente die Kirche den Niederbronner Nonnen als Schwesternhaus. Sie richteten 1890/91 hier eine Handarbeitsschule für Mädchen und „Kleinkinderbewahranstalt“ ein. Heute wird das ehemalige Kirchenschiff als katholisches Pfarrzentrum und Pfarrbibliothek, genutzt.

( R ) Sankt Ludwigskirche, Luitpoldstraße 26
Die von 1888 bis 1890 erbaute Ludwigskirche gilt als eines der schönsten neugotischen Gotteshäuser der Pfalz. Nachdem König Ludwig I. von Bayern seit 1852 regelmäßig auf „Schloss Villa Ludwigshöhe“ weilte, wurde die Notwendigkeit des Baus eines repräsentativen katholischen Gotteshauses für nötig erachtet.
Der König, der eine großzügige Spende bereit stellte, konnte aber den Bau der neuen Kirche nicht mehr erleben. Der Entwurf für den Kirchenneubau stammt von dem Speyerer Architekten Ferdinand Bernatz. Das Bildnis des Kirchenpatrons, des Heiligen Ludwig, über dem Haupteingang (worin eine Anspielung auf den Namen des Königs zu sehen ist), ist ein Werk des Bildhauers Gottfried Renn aus Speyer. Den Hochaltar flankieren Statuen der vier Kirchenpatrone: Nazarius, Laurentius, Nepomuk und Ludwig.

(S) Königlich Bayerisches Amtsgericht, Luitpoldstr 33
Auf Grund seiner Bedeutung als „Kantonstadt“, dem Verwaltungszentrum der umliegenden Orte (1797/98 französisch „Canton d´Edenkoben“ mit 31 Orten; seit 1816 bayerisch mit 22 Orten) wurde Edenkoben Standort eines Gerichts mit Grundbuchamt. 1898 wurde der Neubau des „Königlich Bayerischen Amtsgerichts“ fertiggestellt. Die Hauptfassade (Südseite) krönt das prächtige Königswappen. An der Nordseite befand sich ein Gefängnisgebäude, die spätere „Jugendarrestsanstalt“. Im Zuge des Finanzreform in Rheinland-Pfalz wurde im ehemaligen „Rentamt (Luitpoldstraße 30) 1950 die Finanzschule Rheinland-Pfalz gegründet (seit 1957 auch für das Saarland zuständig. Seit dem Abriss des Gefängnisses 1972, und der Errichtung eines Neubaus 1974, ist der Gebäudekomplex Standort der Finanzschule Rheinland-Pfalz und seit 1981 der Fachhochschule für Finanzen /Landesfinanzschule Rheinland-Pfalz

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