|
Zur Kinderstube des Speyerbachs Wandervorschlag von Karl Heinz Himmler
Streckenlänge: Ca. 16 km von Bushaltestelle Iggelbach (8 km vom Parkplatz Mitteleiche aus) Steigungen: Ca. 270 (530 m)
Kartenempfehlung: Topographische Karte 1:25000 Lambrecht-Elmstein
Beginnen wir die Rundwanderung an der Bushaltestelle (Linie 517, verkehrt von Neustadt aus), gehen wir die steile Dorfstraße zum
Dorfplatz hinunter (Parkmöglichkeit). Hier nehmen wir die Markierung blau-roter Strich auf, steigen durch die Taubensuhler Straße und anschließende, neue angelegte Streuobstwiesen zum Wald auf und erreichen im
Bergsattel die Wegkreuzung Schuhnagelskopf. Hier wechseln wir die Markierung. Für die nächste Stunde gilt das gelbgrüne Kreuz. Damit nach rechts steigen wir allmählich weiter an und erreichen nach zweieinhalb
Kilometern, eine gute Stunde nach dem Start, in 528 m Meereshöhe die zum Eschkopf führende Kreisstraße Nr. 17 (Bloskülbstraße). Auf der anderen Straßenseite liegt der nach Joseph Mittel (um die Wende des 20.
Jahrhunderts Leiter des Forstamtes Elmstein-Süd) benannte Parkplatz Mitteleiche. Wer mit dem Auto anreist, kann die Tour auch hier beginnen und nach zwei Stunden beenden. Der bisherige Markierungsverlauf
führt uns über den Parkplatz, den wir auf dem ersten Fahrweg links der Informationstafel talwärts wieder verlassen. Der folgende Abschnitt ist bei Glätte beschwerlich. Denn das Kreuz verweist uns schon in der
folgenden Wegekreuzung auf einen steilen Pfad und erreicht nach Querung weiterer Fahrwege nach viertelstündigem Abstieg die Sohle des vom Schüllermannsbrunnen bewässerten “Vorderen Lochs”. Dem Bach
entlang geht es zu einem kleinen Teich. Dort verweist uns die Markierung auf den von rechts einmündenden Weg. Er steigt wieder 7 Minuten leicht an. Dann zweigt unser Weg nach rechts zum Hexlereck ab und verläuft
dann im Linksbogen nach Erlenbach. Das in seiner weltabgeschiedenen Lage neun Häuser und elf Einwohner zählende vom Erlenbach durchflossene Gehöft soll aus einer im 18. Jahrhundert von einem Mann namens Hexler
gebauten Hütte hervorgegangen sein. Wir lassen die Siedlung rechts liegen und das lotsende Kreuz dorthin entschwinden, gehen ohne jede Markierung am diesseitigen Ufer des Stauweihers, dann den im 19.
Jahrhundert zu Triftzwecken ausgemauerten und mit Stauweihern ausgestatteten Bachlauf entlang taleinwärts weiter. In der Idylle hören wir dessen Rauschen und Plätschern, das von dem über Riesel
herunterstürzenden Wasser kommt, in dem einst Brennholz in die Vorderpfalz transportiert worden war. Eine gute Stunde nach dem Parkplatz Mitteleiche endet bei der hochaufragenden Steinmauer der aus einem
Seitental gespeisten Hirschtalhausklause die Bachkanalisation. Das Haupttal beschreibt einen Rechtsbogen. Zwei Stauweiher noch, dann erreichen wir den Talschluss. Rechts am Weg steht ein Schild
“Spurensuche”, ein Hinweis auf einen vom Forstamt Johanniskreuz gerichteten forstgeschichtlichen Wanderweg (Informationsschrift gegen ein kleine Schutzgebühr im Forstamt erhältlich). Geradeaus ist
ein weiteres Schild zu erkennen: Station 14, Husarenbrunnen. Er gilt als äußerste Quelle des Speyerbachsystems, tritt aber nicht hier, sondern weit oben in der Blockhalde am Hang aus. Den Weg zum Schild können
wir uns sparen. Für uns gilt gegenüber dem Schild “Spurensuche” der Aufstieg in den Fichtenbestand. Der im weiteren Verlauf gut begehbare Pfad ist anfangs kaum zu erkennen. Über dem vom
Quellwasser durchrauschten Erlenbestand treffen wir bei einem weiteren Schild “Spurensuche” auf einen querverlaufenden Pfad. Damit steigen wir nach links weiter auf, queren linksversetzt einen
Fahrweg, sind hier im Geleit der Markierung 9 und im akustischen Einwirkungsbereich der vor dem Eschkopf verlaufenden B 48 und erreichen sie nach 20-minütigem Anstieg, wo die nach Iggelbach (5 km) führende
Kreisstrasse davon abzweigt. Jenseits der Bundesstraße haben wir Gelegenheit zu einem kleinen Abstecher (Markierung Gelb-Rot) zum 15 Minuten entfernten Eschkopfgipfel mit seinem Aussichtsturm. Ist uns hier
nicht danach zumute, wenden wir uns auf der Kreisstraße nach links, Iggelbach zu, zweigen nach 50m davon nach rechts (Richtung DFS-Deutsche Flugsicherung, Radarstation) ab und nehmen nach weiteren 20 Metern den
von diesem Zubringersträßchen links abzweigenden Waldweg. Damit beginnt der vorletzte Abschnitt. Er ist eine Minute später durchgängig bis zum Parkplatz und darüber hinaus gelb-rot markiert. Der Pfad begleitet
die nach Iggelbach führende Straße, erreicht gegenüber der nach Ernst Gambs, Aktuar in Elmstein und Langenberg in den 1830er Jahren, benannten Gamsbuche deren Rand. Wir bleiben diesseits auf dem leicht
abfallenden Fahrweg, wechseln nach 5 Minuten auf einen links abknickenden Weg, kommen auf dem nächstfolgenden zur Kreisstraße hinauf. Wieder bleiben wir diesseits der Fahrbahn und der drüben stehenden
Holzhütte. Ein letzter leichter Anstieg und wir sind für heute auf dem letzten Gipfel. Dort laden ein Holzschild und die Markierung 10 nach rechts zum 5 Minuten entfernten Aussichtsturm auf dem Schindhübel ein.
Gelb-Rot führt uns geradeaus. Am Fuß des folgenden Hohlwegs steht rechts die mächtige Mitteleiche, voraus sitzt der Ritterstein Speckhenrich, links ist auf der anderen Straßenseite der Parkplatz. Steht unser
Auto in Iggelbach oder müssen wir dorthin zum Bus, empfehlen wir, statt dem Herweg weiterhin der die Höhe haltenden Markierung Gelb-Rot zu folgen. So kommen wir an der Ruine des Forsthauses Jagdhaus vorbei. Bei
einer Schutzhütte und der Brandbuche erreichen wir wieder die Kreisstraße. An der Hütte wechseln wir die Markierung. Jetzt gilt die weiße Ziffer 5. Sie verweist uns auf einen zunächst die Straße rechts
begleitenden abschüssigen Pfad. Darauf steigen wir zur Ortsmitte ab.
Copyright Gräber Verlag Edenkoben
|