|
Meckenheim (ca. 3000 Einwohner) Deutsche Weinstrasse
Marktplatz der Genüsse - diese Beschreibung passt auf die Obstanbaugemeinde. Hier werden die eigenen Erzeugnisse ganz frisch auf
der Straße angeboten und kaum ein Autofahrer kommt an diesen Verlockungen vorbei. Früchte tragende Obstbäume, imposante Winzerhöfe und idyllischen Fachwerkhäuser all das lädt zum Verweilen ein. Geschichtlich das erste Mal
erwähnt wurde “Macchenheim” 768 im Lorscher Codex, als Schenkung für den heiligen Märtyrer Nazarius . Ursprünglich war es ein Reichsdorf, doch es wurde früh verpfändet. 1243 besitzen der Reichsschultheiß Marquart
von Annweiler, von Hohenfels und von Bolanden das Dorf. Verkauft wurde der Besitz an das Speyerer Domkapitel und 1287 an Pfalzgraf Ludwig II. Zur Kurpfalz gehörte der Ort bis 1794 und kam 1816 zu Bayern. Meckenheim wurde
mehrfach zerstört. Meckenheim gilt mit 1500 Hektar landwirtschaftlicher Anbaufläche als eine der größten Agrargemeinden der Pfalz. Die barocke katholische Pfarrkirche St. Ägidius ist 1740 erbaut. An ihrer Stelle stand
zuvor eine mittelalterliche Kirche. Auf diesem Gelände lag ehemals auch der Adelshof der Ritter von Meckenheim, die auch im Leiningerland Güter besaßen.
|
|