Neuleiningen und seine Burg (ca.820 Einwohner)

Schon aus der Entfernung von Dirmstein, von Obrigheim und gewiß von Grünstadt kann man sie ausmachen, die Silhouette der Burgruine von Neuleinigen. Die ehemalige Burg der Grafen von Leiningen aus dem 13 Jh. ist ein Vertreter des ursprünglich mittelmeerischen Kastelltyps mit 4 mächtigen runden Ecktürmen; die Pfarrkirche St. Nicholaus steht in der ehemaligen Vorburg und ist die frühere Burgkapelle, im 16 Jh. durch Turm und Chor ergänzt. Gut erhalten sind auch die Stadtbefestigungen aus dem 15 Jh.
In Neuleiningen schlendert es sich gemütlich durch Fachwerkgäßchen im Blumenschmuck. Und nicht nur für die Kinder ist das Geviert der einstigen Burg mit den Turmresten und der Umwallung wahres Abenteuer.
1238/41 wurde die Burg durch Friedrich III von Leiningen erbaut. 1308 ging sie als Lehen an die Worser Bischöfe und 1508 wurde die Burg zwischen Leinigen und Worms aufgeteilt. Als eine der wenien Burgen wurde diese nicht im Bauernkrieg 1525 zersört und das nur durch das clevere Handeln der Burggräfin Eva von Neuleiningen die den Bauern Wein statt Widerstand bot und so die Burg vor Raub und Brandschatzung bewahrte. Leider fiel die Burg dann den Franzosen 1690 zum Opfer....