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Ramberg (ca. 1140 Einwohner)
Ramberg liegt im Dernbachtal ungefähr fünf Kilometer nördlich von Albersweiler. Am ältesten ist der Ortsteil Spehsbach, der mit dem heutigen
Unterdorf gleichgesetzt wird. Spehsbach erscheint als Teil der Zugehörde der Burg Meistersel. Über die Salier und die Bistümer Straßburg und Speyer gelangte der Ort an das Kloster Eußerthal. Wie das Dorf Spehsbach letztendlich
in den Besitz der Ritter von Ramburg kam, läßt sich nicht abschließend klären. Ein zweiter Ortsteil, Afrik, den die Ortstradition mit dem Oberdorf gleichsetzt, ist weder urkundlich noch archäologisch faßbar. Das Dorf ist aus
mehreren Siedlungen zusammengewachsen, nahm den Namen der Burg an, gehörte zum Kloster Eußerthal und nach dessen Auflösung zur Kurpfalz 1163 wird erstmals ein “Dietleibo de Ramesberk” erwähnt. Die in der Pfalz
und im Elsass reich begüterten Ritter von Ramberg sterben 1520 aus. 1529 verkauft Hans von Ramberg die Burg an die Herren von Dalberg, die sie 1540 an die Grafen von Löwenstein-Scharfeneck weiter verkaufen. 1525 wied die Burg
von den Bauern endgültig zerstört. Bis 1889 war die fabrikmäßige Fabrikation von Bürsten dergestalt angewachsen, daß von 255 im Ort lebenden Familien 225 von der Bürstenherstellung oder deren Vertrieb lebten. Die
Monopolstellung der Fabrikanten als einzige Arbeitgeber für die Bewohner der Dörfer Ramberg, Dernbach und bedingt auch Eußerthal führte zu sozialen Spannungen, die sich vor allem 1907 in einem fast einjährigen Streik entluden
und zur Gründung der Genossenschaftlichen Bürstenfabrik Ramberg führten. Gab es 1958 noch 28 Betriebe, so hat sich die Zahl bis auf vier im Jahre 1995 verringert, wobei die Spielwarenfabrik Theo Klein, hervorgegangen aus
einer Bürstenfabrik, mit über 200 Beschäftigten der größte Arbeitgeber am Ort ist.
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