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Eine Sehenswürdigkeit der besonderen Art die in Europa
ihresgleichen sucht, stellen die Felsenhäuser von Graufthal, nur wenige Kilometer südlich von La Petite Pierre, dar. Wer auf der früher viel wichtigeren Verbindungsstraße Saverne-Phalsbourg-Sarre
-Union unterwegs ist, dem fällt heute sofort an der Straße das Schild auf, das auf die Höhlenwohnungen von Graufthal hinweist. Es sind nur noch ein paar Kilometer quer durch die Landschaft, dann
sieht man sofort auf der linken Straßenseite, inmitten der roten Sandsteinwände, die leuchtend blaugestrichenen Außenwände. Leider sind davor heute neuere Häuser gebaut worden. Immerhin
haben sie Fensterläden das selbe Blau haben, wie die Häuser dahinter, früher wohl wenig geachtet, aber schließlich macht diese kleine Reihe von in die Felsen gebauter Häuser, die wahre
"touristische" Bedeutung des Ortes aus. Im Mittelalter sollen die Felsdächer bereits von den Benediktinerinnen zur Lagerung ihres Brennholzes und ihrer Lebensmittel benützt worden sein.
Tagelöhner und Waldarbeiter haben den gigantischen Felsüberhang im 18. Jahrhunder t zum Hausbau benutzt. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts haben dann 37 Menschen dort gelebt, auf französisch heißen die dann so schön
"Troglodyten". Madame Catherine Ottermann, war die letzte Bewohnerin dieses einmaligen Etablissements. Sie starb im Jahre 1958 und soll einen geradezu legendären Ruf in der ganzen Region
gehabt haben. Gegen ein kleines Entgelt ließ sie die Leute ihre armselige Wohnstätte besuchen. Heute sind die Häuser sind als Museum eingerichtet
Geöffnet bis Ende September Sonn- und Feiertags von 14-18 Uhr.
Gruppenführungen nach Voranmeldung möglich unter 0033-3-88704230 Eintritt für Erwachsene zwei Euro.
Besonderer Hinweis: Am Samstag 28. September, findet in Graufthal die traditionelle Abschluss
-Fete statt, mit Heimatabend, alten Kostümen und Erbsensuppe. Am 3. Oktober sind die Felsenwohnungen eigens wegen des deutschen Feiertags nochmals offen.
Anfahrt: Aus Richtung Landau über Weißenburg (F), Hagenau (F), Bouxwiller.
Aus Richtung Pirmasens über Bitche, Wingen –sur-Moder und La petite-Pierre.
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