Silz (ca. 870 Einwohner)

liegt im Tal des Klingbach, welcher westlich von Silz im vormaligen Herrschaftswald der Burg Lindelbrunn entspringt. Es liegt an der Einmündung des im Nachbarort Stein entspringenden Schönbachs in den Klingbach.
Von seiner Lage her war Silz in der Vergangenheit und ist auch heute noch von verkehrsmäßiger Bedeutung hinsichtlich der Erschließung des Pfälzer Waldes, des südlichen Wasgaus wie auch als Zugang des von Westen kommenden Verkehrs in Richtung Rheinebene. Die Siedlung Silz hieß ursprünglich Sulzfeld.
In einer Urkunde von 1313 (bayer. HStA. München, Rheinpfalz, Urkunde Nr. 1313) wird ein Rheinherus von Sulzen erwähnt. Dies Rheinherus von Sulzen beschwor vor den Richtern des bischöflichen Hofs zu Speyer, daß der Abt von Klingenmünster das sog. Hauptrecht wie auch das Anweinrecht besitzt. Eine weitere Erwähnung des Ortsnamens von Silz finden wir in der Matrikel des Speyrer Bischofs Matthias Rammung (1468/1470). Die Gründung von Silz ergab sich als Folge der Fronhofverfassung (Villikationsverfassung) der damaligen Grundherrschaft, nämlich des Klosters Blütenfeld in Klingenmünster.
Um das bis zur Klostergründung wohl im wesentlichen völlig unkultivierte Umland, insbesondere was den Bereich des heutigen Wasgaus betrifft, zu erschließen, wurden Fronhöfe, also zinspflichtige Höfe unter der Verwaltung des Klosters gegründet, die die Keimzellen der späteren Entwicklung zu Dörfern in sich trugen.