Classic / Selection

CLASSIC
Deutsche Weine mit dem Signet "Classic" auf dem Etikett haben ein wiedererkennbares Geschmacksbild. Sie haben einen trockenen Geschmack. Dahinter steckt die Vorgabe, dass der Restzuckergehalt des Weines höchstens doppelt so hoch sein darf wie der Säuregehalt des Weines. Denn die Säure eines Weines bestimmt gemeinsam mit dem Zuckergehalt das Geschmacksbild eines Weines wesentlich mit. Beide haben eine ideale Relation zueinander, die der Weinerzeuger mit dem "Classic"-Wein sucht. Aus welchem Anbaugebiet ein "Classic"-Wein auch immer kommt, sein Restzuckergehalt beträgt nie mehr als 15 Gramm. Darauf kann sich der Weinfreund verlassen. Auch darauf, dass solche Weine mit den meisten Speisen harmonieren. Der natürliche Alkoholgehalt der "Classic"-Weine muss ein Volumenprozent höher liegen als dies üblicherweise verlangt wird. Auf dem Etikett erscheint somit eine Alkoholangabe von 12 % vol, mitunter gar etwas mehr. Das garantiert vollmundige Weine mit Länge und Substanz. Der Konsument kann sich zudem darauf verlassen, dass ein "Classic-Wein" ein Jahrgangswein ist. Das Etikett gibt immer auch das Jahr der Weinernte an und ermöglicht somit eine Weinauswahl nach individuellen Vorlieben, sei es für junge oder für gereifte Weine.
Rebsorten im Classicanbau sind: Riesling, Weißer Burgunder, Grauer Burgunder, Rivaner, Dornfelder, Spätburgunder.

SELECTION
Sorgfältig ausgesuchte Weine der Spitzenklasse - das signalisiert dem Weinkenner der Begriff "Selection". Greift er zu einer solchen Flasche, so hat er ein erlesenes Produkt deutscher Weinmacherkunst in der Hand. Geschmacksbild: trocken
Ausgewählte Standorte, geringer Ertrag und Handlese sind Garanten der überragenden Qualität dieser Weine. Sie dürfen erst knapp ein Jahr nach der Ernte - frühestens jeweils am 1. September des auf die Ernte folgenden Jahres - verkauft werden. Damit der Wein Zeit zur Reife hat. Um welchen Jahrgang es sich handelt, muss auf dem Etikett zu lesen sein. 
Der Verbraucher erfährt, aus welcher abgegrenzten Weineinzellage die Trauben kommen. Diese müssen die Weinerzeuger bei Behörden als "Selections-Weinberge" anmelden und kennzeichnen lassen. Damit wird dem Terroir-Gedanken Rechnung getragen. Die Einflüsse des Bodens und des Kleinklimas finden sich in den individuellen Weinen wieder. Der natürliche Alkoholgehalt muss bei 12,2 % vol liegen. Das ist Auslese-Qualität!
Die Erträge sind rigoros begrenzt: 60 hl/ha (das sind bescheidene 60 Liter Ertrag aus 100 Quadratmeter Rebland) dürfen maximal geerntet werden. Denn niedrigere Erträge bedeuten höhere Qualität. Gelesen werden die Trauben in mühevoller Handarbeit -zur Selection des Traubenmaterials. So wird verhindert, dass unreife oder faule Trauben mitgeerntet werden.
Der Restzuckergehalt entspricht den Vorschriften für die bekannte Bezeichnung "trocken". Folglich hat eine "Selection" weniger als neun Gramm Restzucker pro Liter. Lediglich beim säurebetonten Riesling sind bis zu 12 Gramm Restzucker möglich - für die perfekte Balance von Säure und Süße.
                              ©2003 Deutsches Weininstitut

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