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Kindenheim
Blick auf Kindenheim Wappen Kindenheim

Kindenheim (950 Einwohner )

Westlich von Bockenheim, im Tal des Kinderbachs, umrahmt von Weinbergen und geschützt durch die Anhöhen des Kahlen- und Gerstenbergs, liegt die Obst -und Weinbaugemeinde Kindenheim .
Daß bereits die Römer hier siedelten, beweist der Fund eines großen Bodenmosaiks (nicht zugänglich) in den 80er Jahren. Mit Datum 773 und 790 wird an dieser Stelle das Dorf "Gössesheim" erwähnt, welches beid er Pest 1666/67 ausgestorben ist. Erstmals genannt wird Kindenheim 817 als Besitz des Domstifts Lüttich. Es war von 1350 bis Ende des 18. Jahrhunderts in leiningischem Besitz (Haus Leiningen-Falkenburg). Um 1250 war das Kloster Otterberg hier begütert. Kurpfalz bekam 1412 ein Viertel des Dorfes als Pfand. Um 1509 wurde die alte Martinskirche von 1196 neu gebaut, sie erhielt ein gotisches Gewölbe. Das Portal trägt die Jahreszahl 1519. Ein Umbau zwischen 1729 und 1734 gab der Kirche ihr barockes Aussehen. 1950 wurde sie innen mit hohem finanziellen Aufwand renoviert.
Naturkundlich von Bedeutung die "Kindenheimer Steinlöcher" auf dem Gerstenberg, bis zu zehn Meter tiefe Hinterlassenschaften des Kalkabbaus im 19. Jahrhundert. Sie sind teilweise mit Schutt verfüllt, jedoch Naturschutzgebiet.
Ein Wanderweg führt durch die Weinberge rund um Kindenheim und bietet herrliche Blicke in die Rheinebene.Sehenswert auch der große jüdische Friedhof mit Grabsteinen aus dem 17. und 18. Jahrhundert.